BA S Ho/20/1/12/Sb Seminar: gender und soziale Arbeit - Details
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Topics

Einführung „gender“ - Wie werden Menschen zu Jungen und Mädchen gemacht?, Was ist Geschlecht? - der [soziologischen] Frage nach »Geschlecht« auf der Spur…, gender-Mhyten, "Gender-Mythen", Geschlechter-theoretische Betrachtungen: Dimensionen der Kategorie »Geschlecht«, doing gender (Elisabeth+Sophie), Genderperspektiven in der Kinder- und Jugendarbeit Teil I: weibliche Sozialisation und Lebensbewältigung (Elisa+Nadine), Mädchenarbeit, Genderperspektiven in der Kinder- und Jugendarbeit Teil II: männliche Sozialisation und Lebensbewältigung (Alina+Charlotte), Jungenarbeit, Transgender - Quergel(i)ebt (Sanem+Micha), Transfer Soziale Arbeit und Seminarauswertung

Course location / Course dates

HOA_112 - Seminarraum Thursday: 09:45 - 13:00, weekly (from 12/09/19) (6x)

Comment/Description

Knüpfen wir an unser Alltagsverständnis von Geschlecht an, separieren sich Frau und Mann durch eine scheinbar natürliche, von Geburt an am Köper erkennbare und lebenslang gültige Unterscheidung. Dieser kollektive Blick auf eine »natürliche Zweigeschlechtlichkeit«, bei der strikt zwischen Frau und Mann differenziert wird, geht eng einher mit geschlechterdifferenten Zuschreibungen von typisch weiblichen bzw. typisch männlichen Eigenschaften oder Verhaltensweisen (vgl. Bereswill 2008: 97). Frauen gelten gemein hin als emotional, kommunikativ, fürsorglich und harmoniebedürftig; Männer dagegen als rational, strukturiert, aggressiv und ich-orientiert.

Ist das so? Die „Alltagstheorie der Zweigeschlechtlichkeit“ (Hagemann-White 1984) diskursiv zu hinterfragen und Geschlecht „nicht nur als Größe, sondern als komplexe Kategorie [zu]konzipieren“ (Bereswill/Brauckmann 2014: 18) ist eine zentrales Gedankenspiel des Seminars. Damit wird der Blick auf das Soziale der Kategorie Geschlecht und die Herausbildung einer geschlechtlich vorstrukturierten sozialen Welt gerichtet, „in der Menschen zu Frauen und Männern werden und damit auch bestimmte Plätze im sozialen Gefüge einer Gesellschaft einnehmen“ (Bereswill 2008: 97).

Diskutiert wird die Tragweite der gesellschaftlich tief verankerten binären Geschlechterdifferenz für die Soziale Arbeit. Welche Rolle spielt gender in der sozialen Arbeit? Welche Rückschlüsse lassen sich für die Praxis Soziale Arbeit (Arbeit mit Frauen und Männern bzw. Mädchen und Jungen) ziehen?

Neben geschlechtertheoretischer Fachliteratur finden Übungen zur Sensibilisierung sowie Medien (Filme und Zeitschriften) Einbezug ins Seminar.



Literaturauswahl

Becker, R./ Kortendiek, B. [Hrsg.]: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. 2., erweiterte und aktualisierte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaft.

Bereswill, M. (2008): Geschlecht. In: Baur, Nina/ Korte, Hermann/ Löw, Martina/ Schroer, Markus [Hrsg.]: Handbuch Soziologie. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaft, S. 97-116.

Ehlert, G. (2012): Gender in der Sozialen Arbeit. Konzepte, Perspektiven,Basiswissen. Wochenschau Verlag: Schwalbach.

weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

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